Was ist Medienkompetenz?
Medienkompetenz befähigt zum souveränen Umgang mit Informationen und bezeichnet die Fähigkeit, Medien kritisch, reflektiert, kreativ und verantwortungsvoll zu nutzen – egal ob analog oder digital.
Kernbereiche (nach Baacke):
- Medienkritik: Inhalte hinterfragen, Manipulation erkennen, Quellen beurteilen.
- Medienkunde: Wissen über Mediensysteme, Funktionen, Akteure.
- Mediennutzung: Kompetenter Umgang mit Medienangeboten (z. B. Nachrichten lesen, soziale Netzwerke nutzen).
- Mediengestaltung: Eigene Inhalte produzieren, z. B. Videos, Texte, Podcasts.
Ziel:
Menschen sollen sich aktiv, informiert und souverän in der Medienwelt bewegen – nicht nur konsumieren, sondern auch gestalten und einordnen können.
Der Begriff der Medienkompetenz wurde von Dieter Baacke in seiner 1973 erschienenen Habilitationsschrift konzeptuell vorbereitet und in den 1990er Jahren in die Wissenschaft, die (medien-)pädagogische Praxis und die Politik getragen. Medienkompetenz im Sinne Baackes steht nicht für ein subjektiv-individualistisch verkürztes Konstrukt, sondern für ein Gestaltungsziel auf überindividueller, gesellschaftlicher Ebene innerhalb des Diskurses zur Informationsgesellschaft.
Dieses Ziel fokussiert nicht die bloß rezeptive, passive Nutzung von Medien, sondern spricht sich für einen kreativen und kritisch-reflexiven Gebrauch der Medien aus. (Dieter Baacke).
Quelle/ Zitat aus: https://dieter-baacke-preis.de/ueber-den-preis/was-ist-medienkompetenz/)







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