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Demokratieförderung, Medienkompetenz, Online-Schülerzeitungen

Schülerzeitungen: perfekt für Demokratiestunden

Demokratie lernt sich nicht aus dem Schulbuch – sondern durchs Mitmachen!

Ab dem Schuljahr 2026/27 gibt es an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien in Schleswig-Holstein eine zusätzliches Fach in der Sekundarstufe I eine Demokratiestunde.

Sie soll Jugendliche dabei unterstützen, politische Prozesse und unterschiedliche Positionen zu verstehen, einzuordnen – und ihre eigenen Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe kennenzulernen. Die Schulen dürfen selbst entscheiden, wie sie diese Stunde gestalten. Ausdrücklich vorgesehen sind dabei Projekte, Wettbewerbe und die Zusammenarbeit mit Initiativen.

Das eröffnet Schulen Möglichkeiten, die weit über klassischen Politikunterricht hinausgehen!

Denn Demokratie lässt sich erklären. Wirklich verstanden wird sie aber vor allem dort, wo Jugendliche selbst:

  • recherchieren, hinterfragen
  • diskutieren, kritisch betrachten,
  • Entscheidungen treffen,
  • Verantwortung übernehmen und
  • ihre Ergebnisse öffentlich vertreten.

Eine Online-Schülerzeitung verbindet all das miteinander – und ermöglicht noch viel mehr! PDF dazu >


Schülerzeitungen sind gelebte Demokratie

Was interessiert uns an unserer Schule? Was läuft gut – und was nicht? Welche Themen beschäftigen Jugendliche in unserer Stadt oder Gemeinde? Wie stehen unterschiedliche Menschen zu einem Konflikt? Welche Informationen sind glaubwürdig? Und wie können wir darüber berichten, ohne andere unfair zu behandeln?

Wer eine Schülerzeitung macht, beschäftigt sich ständig mit solchen Fragen.

Schüler:innen müssen Themen auswählen und darüber diskutieren, welche davon relevant sind. Sie recherchieren, führen Interviews, vergleichen Aussagen und Quellen, formulieren eigene Positionen und setzen sich mit anderen Meinungen auseinander.

Dabei erleben sie unmittelbar, dass Meinungsfreiheit nicht bedeutet, einfach alles behaupten zu können. Journalistische Arbeit verlangt Fakten, Quellen, Fairness und die Bereitschaft, andere Perspektiven einzubeziehen.


Das ist Demokratiebildung in der Praxis.

Und es passt ausgesprochen gut zu den Zielen Schleswig-Holsteins. Das Land betont selbst, dass Schulen einen Raum für den fairen und offenen Wettstreit unterschiedlicher Ideen schaffen können.

Demokratiebildung trifft Medienkompetenz

Ein weiterer Punkt macht Online-Schülerzeitungen besonders interessant: Demokratiebildung lässt sich heute kaum noch von Medienkompetenz trennen.

Jugendliche informieren sich längst nicht ausschließlich über klassische Nachrichtenmedien. Informationen, Meinungen, Videos und politische Botschaften erreichen sie über soziale Netzwerke, Messenger, Plattformen und zunehmend auch über KI-Systeme.

Damit wird eine Fähigkeit entscheidend: Informationen beurteilen zu können.

Woher stammt eine Aussage? Ist die Quelle seriös? Handelt es sich um Nachricht, Kommentar oder Werbung? Wurde ein Bild manipuliert? Ist ein KI-generierter Text sachlich richtig? Welche Interessen könnten hinter einer Veröffentlichung stehen?

Das Land Schleswig-Holstein bezeichnet Medienkompetenz ausdrücklich als Schlüsselqualifikation und stellt fest: Medienkompetenzbildung ist auch Demokratiebildung.

Mit seinem neuen „Pakt für Demokratie“ verstärkt das Land diesen Ansatz zusätzlich. Ziel ist es ausdrücklich, Medienkompetenz und politische Urteilsfähigkeit junger Menschen zu stärken.


Eine Online-Schülerzeitung kann daraus ein dauerhaftes Schulprojekt machen.

Aus einer Schulstunde pro Woche kann eine Redaktion für die Ewigkeit entstehen! Der große Vorteil liegt darin, dass eine Schülerzeitung nicht nach 45 Minuten beendet, sondern eine Basis für die Zukunft bildet.

Aus der Demokratiestunde kann beispielsweise eine Redaktionsgruppe je Jahrgang entstehen, die über ein Schuljahr hinweg arbeitet.

Die Schüler:innen können:

  • Themen aus Schule, Kommune und Gesellschaft recherchieren,
  • Mitschüler:innen befragen,
  • Interviews mit Schulleitung, Bürgermeister:innen, Politiker:innen, Vereinen oder Initiativen führen,
  • unterschiedliche Positionen zu aktuellen Fragen gegenüberstellen,
  • Fakten und Quellen überprüfen,
  • eigene Kommentare und Reportagen schreiben,
  • Fotos, Videos, Podcasts oder Grafiken erstellen,
  • sich mit Fake News, Social Media und KI-generierten Inhalten beschäftigen,
  • gemeinsam entscheiden, welche Beiträge veröffentlicht werden.

Damit werden Demokratie-, Medien-, Digital- und KI-Kompetenzen nicht nebeneinander vermittelt. Sie entstehen innerhalb eines echten Projektes.


Und die Ergebnisse verschwinden nicht im Schulhefter, sondern bleiben sichtbar.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen Unterrichtsaufgaben. Ein recherchierter Text für die Lehrkraft landet häufig nach der Bewertung im Hefter oder auf einem Server.

Ein journalistischer Beitrag wird dagegen für andere Menschen geschrieben.

Mitschüler:innen lesen ihn. Eltern können ihn lesen. Lehrkräfte, Vereine, Kommunalpolitik oder Menschen aus dem Ort können darauf reagieren.

Jugendliche erleben dadurch: Was wir recherchieren, fragen und veröffentlichen, kann etwas bewirken.

Diese Erfahrung ist für Demokratiebildung kaum zu überschätzen.

Denn gesellschaftliche Beteiligung beginnt nicht erst mit dem Wahlrecht. Sie beginnt dort, wo junge Menschen merken, dass ihre Fragen, Ideen und Perspektiven öffentlich wahrgenommen werden.


MediaTeams unterstützt Schulen beim Aufbau

Bei MediaTeams von sii-talents e. V. dreht sich seit vielen Jahren alles um Online-Schülerzeitungen.

Ausgangspunkt war 2017 das Pilotprojekt erKant.de. Seitdem entstanden viele weitere Schülerzeitungsprojekte, deren Teams auf Landes- und Bundesebene zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten haben. Wie so was aussehen kann? Siehe Referenzen hier auf MediaTeams.

Dabei geht es nicht darum, Jugendlichen einfach eine fertige Website hinzustellen.

Die Online-Schülerzeitung wird als digitaler Lern-, Redaktions- und Beteiligungsraum aufgebaut. Schüler:innen lernen, möglichst selbstständig damit zu arbeiten, Inhalte zu erstellen und zu veröffentlichen.

Dazu gehören journalistische Grundlagen ebenso wie Recherche, Schreiben fürs Web, WordPress, Bildrechte, Datenschutz, Medienkompetenz und inzwischen selbstverständlich auch der reflektierte Umgang mit KI.

Erklärvideos rund um WordPress und die redaktionelle Arbeit stehen den Teams auch später zur Verfügung.

Digitale Lernspiele helfen zusätzlich dabei, wichtige Fachbegriffe aus Journalismus, Medien, Digitalisierung und KI kennenzulernen und zu festigen.


Ein Projekt – viele Kompetenzen

Eine Online-Schülerzeitung verbindet damit erstaunlich viele Bildungsziele:

  • Demokratiebildung, weil Jugendliche Beteiligung und Meinungsvielfalt praktisch erleben.
  • Politische Bildung, weil gesellschaftliche und kommunale Themen recherchiert und unterschiedliche Interessen sichtbar gemacht werden.
  • Medienkompetenz, weil Quellen geprüft, Informationen bewertet und journalistische Darstellungsformen kennengelernt werden.
  • Digitalkompetenz, weil Schüler:innen mit einem echten Content-Management-System arbeiten und digitale Inhalte produzieren.
  • KI-Kompetenz, weil KI bei Recherche und redaktioneller Arbeit kritisch, transparent und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann.
  • Sprach- und Schreibkompetenz, weil Texte nicht als Übungsaufgabe entstehen, sondern für reale Leser:innen.
  • Und nicht zuletzt Teamfähigkeit und Selbstorganisation, weil eine Redaktion Aufgaben verteilen, Termine einhalten und gemeinsam Entscheidungen treffen muss.

Die Demokratiestunde bietet dafür eine echte Chance

Schleswig-Holstein hat Schulen bewusst Freiraum gegeben, die zusätzliche Demokratiestunde flexibel auszugestalten. Projekte und Kooperationen mit Initiativen sind ausdrücklich vorgesehen.

Das sollte genutzt werden.

Eine Online-Schülerzeitung kann aus einer zusätzlichen Unterrichtsstunde etwas Dauerhaftes entstehen lassen: einen von Jugendlichen mitgestalteten öffentlichen Raum innerhalb der Schule.

Dort wird Demokratie nicht nur erklärt.

Dort wird gefragt, recherchiert und gestritten. Dort müssen Argumente ausgehalten und Fakten überprüft werden. Dort werden Entscheidungen gemeinsam getroffen. Und dort erfahren Jugendliche, dass ihre eigene Stimme öffentlich etwas bewirken kann.

Viel näher lässt sich Demokratie kaum an den Schulalltag bringen.

12. September 2026
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Unsere Online-Workshops finden live, interaktiv und in Echtzeit statt – mit direktem Austausch zwischen Trainer:in und Teilnehmenden, so wie in einem virtuellen Klassenraum.

Dies entspricht der Definition von Präsenzveranstaltungen in Online-Form und nicht den Kriterien für Fernunterricht.

Siehe dazu auch BRAK 3/26

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