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Stoffgeschichten bzw. Stoff-Storytelling – was ist das?  

Stoffgeschichten erzählen die „Lebensreise“ eines Stoffs, Materials oder Produkts. Stoff-Storytelling verbindet diese Stoffgeschichten mit journalistischem Storytelling. Details:


Stoffgeschichten erzählen die „Lebensreise“ eines Stoffs, Materials oder Produkts, das wir im Alltag ganz selbstverständlich nutzen.

👉 Zum Beispiel:

  • Baumwolle im T-Shirt
  • Lithium im Smartphone
  • Mikroplastik im Duschgel
  • Aluminium in der Getränkedose

Dabei wird verfolgt:

  • Woher kommt der Stoff?
  • Wer ist daran beteiligt?
  • Welche Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsfolgen gibt es?
  • Was passiert am Ende (Müll, Recycling, Export)?

Der Ansatz stammt von Prof. Dr. Claudia Schmidt-Dietrich (2011, Stoffgeschichten im Unterricht) und macht globale Zusammenhänge sichtbar – verständlich, konkret und lebensnah.

Stoff-Storytelling verbindet diese Stoffgeschichten mit journalistischem Storytelling.

🔹 Das heißt:

  • Fakten bleiben korrekt und recherchiert
  • aber sie werden als Geschichte erzählt, nicht als trockenes Referat

📖 Statt: „Baumwolle wird weltweit unter problematischen Bedingungen angebaut …“

👉 lieber: „Mein T-Shirt beginnt seine Reise auf einem Baumwollfeld in Indien – dort, wo Wasser knapp ist und Pestizide Alltag sind …“

Genau so ist Stoff-Storytelling, von Susanne Braun-Speck / sii-talents e.V. (weiter-) entwickelt: Nachhaltigkeit wird emotional, verständlich und spannend, ohne unseriös zu werden


Beispiele siehe ganz unten!


Warum ist das ideal für Nachhaltigkeits-Artikel?

Nachhaltigkeit ist oft:
❌ abstrakt
❌ weit weg
❌ voller Fachbegriffe

Stoff-Storytelling löst das Problem, weil:

✅ es in der eigenen Lebenswelt startet
✅ globale Zusammenhänge greifbar macht
✅ Perspektivwechsel & Empathie fördert
✅ perfekt zu Schülerzeitungen & Jugendblogs passt

Das ist auch der Grund, warum diese Methode gezielt im Nachhaltigkeits-Journalismus eingesetzt wird .

So nutzt ihr Stoff-Storytelling in eurer Schülerzeitung

Schritt 1: Alltagsgegenstand auswählen

👉 Etwas, das ihr wirklich benutzt:

  • Hoodie
  • Energy-Drink-Dose
  • Kopfhörer
  • Schulheft

Schritt 2: Recherche entlang der „Reise“

Typische Recherchefragen:

  • Rohstoffe: Woher? Unter welchen Bedingungen?
  • Produktion: Wer arbeitet dort? Welche Umweltfolgen?
  • Transport: Wie weit reist das Produkt?
  • Nutzung: Wie lange wird es verwendet?
  • Entsorgung: Müll? Recycling? Export?

(Hier greift übrigens perfekt die Methode „Lernen durch Content-Produktion“ – Recherche, Schreiben und Lernen gleichzeitig.)

Schritt 3: Geschichte erzählen

Baue eine klare Dramaturgie:

  • Einstieg aus dem Alltag („Ich ziehe morgens mein T-Shirt an …“)
  • Reise des Stoffs (Fakten + Stimmen + Zahlen)
  • Konflikte & Probleme (Umwelt, Menschen, Gerechtigkeit)
  • Reflexion: Was hat das mit mir zu tun?
  • Ausblick: Was können wir anders machen?

Geeignete Darstellungsformen

Stoff-Storytelling funktioniert super als:

  • Reportage
  • Story-Artikel
  • Multimedia-Story (Text + Fotos + Infografik)
  • Podcast-Folge („Die Reise meines Smartphones“)

Gerade Online-Schülerzeitungen sind dafür ideal 👍


Warum Lehrkräfte & Redaktionen das lieben 😉

  • fördert kritisches Denken
  • verbindet Journalismus + Nachhaltigkeit
  • ist inklusiv & lebensnah
  • motiviert auch Schreibanfänger:innen
  • passt perfekt zu BNE & Medienkompetenz

Beispiele:


Du hast Fragen oder willst einen Workshop dazu buchen? Gibt es hier:  mediateams.de/kurse/

 

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